Olympiasieger 1984 in Los Angeles: Frank Wieneke

07.08.1984

Bei den Olympischen Spielen 1984 gelang Frank Wieneke der große Wurf – ohne dass jemand damit gerechnet hätte!

„Zum Lernen“ und Erfahrungen sammeln hatte der Deutsche Judo-Bund (DJB) den jungen Judoka mit nach Los Angeles genommen.  

Und plötzlich stand er als völliger Nobody im Finale dem großen britischen Star Neil Adams gegenüber und gewann. Mit der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Los Angeles erfüllte er sich den Sportlertraum schlechthin. Die Zeiten als unbekannter Außenseiter waren vorbei und die folgenden Wettkampfjahre wurden schwerer. Zwei Jahre später folgte jedoch der Europameistertitel in Belgrad. Endgültig unsterblich machte sich Frank Wieneke mit seinem zweiten Platz bei den Olympischen Spielen in Seoul. Einer der ganz großen des deutschen Judosports.

Nach seiner aktiven Karriere war er als Bundestrainer der Männer tätig und führte mehrere Sportler zu Welt- (Florian Wanner) und Europameistertiteln (Ole Bischof, Andreas Tölzer). Höhepunkt seiner Trainerkarriere war der Olympiasieg seines Schützlings Ole Bischof im Jahr 2008 in Peking.

Im Mai 2016 wurde ihm eine ganz besondere Ehre zu teil. Als erster deutscher Judoka wurde Frank Wieneke in die „Hall of Fame“ des deutschen Sports aufgenommen. 

 

Quelle: Birgit Arendt